Außenmuseum

Im Außenmuseum wird das Thema ‘Architektur’ in den afrikanischen Dörfern und Anwesen fortgesetzt.

Sie spazieren über ein Anwesen aus Ghana, durch ein Dorf der Dogon aus Mali, entdecken die ‘Mongulus’ der Baka-Pygmäen aus Kamerun und Pfahlbauten aus Benin. Auch das südliche Afrika ist mit einem Anwesen aus Lesotho vertreten. Das grasende Kleinvieh, das Gemüse auf den kleinen Äckern und die Einrichtung der Häuser sorgen für eine echte afrikanische Atmosphäre.

Pfahlbauten der Toffinou (Benin)

Auf dem Wasser befinden sich zwei Pfahlbauten, wie sie in Ganvié gebaut werden, einem Dorf an der Südküste von Benin. Das Material, das für diese Wohnhäuser verwendet wurde, stammt aus Benin. Das linke Haus dient hier als Informationsraum, das rechte wurde möglichst authentisch als Wohnung für einen Mann mit seiner/n Frau(en) und Kindern eingerichtet. Das Dorf Ganvié, das mitten auf einem Süßwassersee erbaut ist, darf mit Fug und Recht als ‚Wassergemeinde’ bezeichnet werden. In diesem Dorf leben über 10.000 Menschen. Sie gehören zum Volk der Toffinou, was so viel bedeutet, wie ‚Menschen, die vom Wasser getragen werden’.


Baka-Pygmaenlager (Kamerun) 

Die Baka sind ein Volk von Jägern und Sammlern, die im tropischen Regenwald leben. Um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen, sammeln die Baka essbare Wurzeln, Pilze, Blätter, Nüsse, Raupen und Früchte. Außerdem jagen sie Wild. Viele dieser Produkte des Waldes tauschen sie mit Nachbarvölkern gegen Messer, Kochgerätschaft und Feldfrüchte, wie Maniok- und Makabo-Wurzeln und Bananen.

 


Kusasi-Hof (Ghana)

Beim ersten Hof, auf den Sie unterwegs treffen, handelt es sich um ein nachgebautes Kusasi-Anwesen. Der Original-Hof steht in Tempane, einem Dorf im äußersten Nordosten Ghanas. Das Volk der Kusasi hat hier seinen Lebensraum. Ihre wichtigste Einkommensquelle ist der Landbau. Man hat sich darum bemüht, das Anwesen möglichst realitätsgetreu nachzubauen. Neben traditionellen Elementen, wie beispielsweise runden Häusern ohne Türe, wird der Besucher auch europäische Einflüsse erkennen, wie Haustüren, Möbel, Radios und Fahrräder. Dennoch waren einige Anpassungen im Bezug auf Baumaterial und Größe des Anwesens erforderlich.


Basotho Hof (Lesotho, Südafrika)

Die Dörfer der Basotho können unterschiedlich groß sein. Einige bestehen aus nur einer Familie, andere zählen 400 bis 500 Einwohner. Während früher ein einfach zu verteidigender Hügel als der beste Standort galt, werden gegenwärtig die meisten Dörfer auf natürlichen Terrassen gebaut, in einiger Entfernung von den Äckern im Tal und von den Weidegründen auf den Hügeln. Auf diese Weise sind die Dörfer in der Regenzeit geschützt, und in der Trockenzeit ist es nicht zu heiß. Die Dörfer sind permanent, und viele bestehen seit mehr als 150 Jahren.


Mali

Die Dogon leben in einem Gebiet, das als Bandiagara-Plateau bezeichnet wird, eine steile Feldwand mitten in einer Landschaft ausgedehnter Sandflächen. Die dichte Bebauung mit einem Labyrinth aus kleinen Gässchen entlang der Felswand erinnert an versteckte Festungen. Aus der Ferne sind die Dörfer kaum zu erkennen. Die Dogon sind bereits im 14. Jahrhundert in ihr derzeitiges Wohngebiet gewandert, da sie dort vor feindlichen Völkern sicher waren. Deshalb mussten sie ihre Dörfer auch wie Festungen bauen.